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SM-Videoclips als Vorschauangebote (ein satirischer Überblick)
Inhalt:
- Funktion der Videoclips
- Video-Portale
- Die Videoclips
1. In Action 2. Submissives Badevergnügen 3. Emily’s roter Pavian-Hintern 4. Masochistischer Narzismus 5. Amerika 6. Amerikanische Verführung 7. Maschinenpark 8. Staubwischen 9. Sportsmen 10. Schönheit und Kunst 11. Experten-Hemisphäre 12. Erziehungsspiel
- Liste einiger Portalseiten

Vorab einige grundsätzliche Anmerkungen. Das Internet bietet frei zugängliche Pornographie als Massenprodukt in Form von einer nahezu unendlichen Flut fotographischer Pornobilder. Die Sprache des Massenmarkts ist notwendig Englisch. Es werden mehr als 1 Million Pornowebsites (mit über 100 Millionen Einzelseiten) ins Internet gestellt und reichlich frequentiert. Dieses Geschäft ist international und einzelstaatlich nicht kontrollierbar, ein irgendwie geartetes Verbot ist zur Zeit nicht durchsetzbar, ein Jugendschutz findet nicht statt. Eine internationale Ächtung erfährt lediglich die Kinderpornographie. Gleichwohl kann man einen Daueraufenthalt auf diesen Seiten nicht empfehlen - nicht etwa aus moralischen oder ästhetischen Gründen - sondern allein deswegen, weil die hohe Benutzerfrequenz und -dichte die Gefahr eines Virenangriffs geradezu naturwüchsig heraufbeschwört. Allein in den zwei Wochen, in denen ich mich in der Porno-Angebotsszene tummelte, war ich drei Trojanerangriffen ausgesetzt. Wenn die Internet-Pornoindustrie Geschäfte machen will, muss sie ihr Umfeld durch strikte und permanente Kontrolle sichern. Trojanerangriffe stinken nach organisiertem Verbrechen, Russenmafia, nach Negativimage. Die Verbrecher müssen draußen bleiben.
Funktion der Videoclips
Die Movie-Clips sind in der Pornoindustrie die Aufreißer, die kostenlosen Werbeclips, mit denen im Internet der potentielle Kunde angelockt werden soll, sich bezahlpflichtige Pornoseiten herunter zu laden. Es handelt sich in der Regel um Videos im stark komprimierten WMV-Format mit einer Länge von ca. 10 bis 100 Sekunden, die über Galerie-Portale, die daneben auch Pornobilder präsentieren, in großer Zahl als so genannte „freie Seiten“ angeboten werden. Die Datengröße der Clips beträgt gewöhnlich nicht wesentlich mehr als 1 bis 1,5 MB.
Diese Videoclips zeichnet im besonderem Maße aus, im Prinzip ungeeignet zu sein, der sexuellen Selbstbefriedigung Vorschub zu leisten, denn noch bevor es den Mädels oder Jungs gelänge Rock oder Hose runterzulassen, ist die Szene bereits durchgespielt. Man sieht den Höhepunkt praktisch ohne Vorspiel und verfehlt damit jeglichen Mitnahmeeffekt.
Ersatzweise spielt der Clip einen Sensationsreiz aus. Er will auf den Punkt bringen, was die Pornoindustrie für die Quintessenz ihrer Bemühungen hält, nämlich die Simulation der Befriedigung durch ihre Darstellung. Das Versprechen lautet, du kannst den Ersatz - die ersatzweise Inszenierung des Sexualakts im Bild - durch Kauf des Produktes in deinen Besitz bringen. Nirgendwo aber wird der Fetischcharakter im Inszenierungseffekt, im theatralischen Arrangement des Aktes deutlicher dargestellt, als in der SM-Pornographie.
Video-Portale
Das erste, was mir bei Betrachtung der Movie-Seiten neben dem demonstrativen Marktgeschrei, von dem alles begleitet wurde, ins Auge sprang, als ich mich, mit neuester Antiviren-Software bewaffnet, auf die Seiten stürzte, war der Trash: die Bilder verwackelt, unterbelichtet und extrem komprimiert, die Links unstabil. Wenn man spaßeshalber dreimal hintereinander auf den selben Link einer Seite klickte, wurde man auf drei verschiedene Seiten vermittelt; so konnte es passieren, dass man, statt an das gewünschte Ziel zu gelangen, nämlich zum avisierten Videoclip, sich immerfort von einer Galerie zur nächsten hangelte, um vielleicht in einer riesigen Kreisbewegung an seinem Ausgangsort wieder anzugelangen. Gesehen hatte man dann eine gewaltige Aneinanderreihung winziger Thumb-Bilder, von in verrenkten Haltungen sich gequält aufbäumenden Frauenkörpern, verschreckt dreinblickenden Maso-Mäuschen und in Nahsicht gesetzten pavian-roten Hinterteilen, denen ein Stöckchen vorgehalten wurde.
Die Videoclips (ein moralischer Zustandsbericht)
1. In Action
Mit einem stiftähnlichem Gerät, an dem kleine zangenartige Greifer befestigt sind, die eigentlich dazu dienen, Elektrokabel zu bündeln und in die Länge zu ziehen, drückt eine Darstellerin die Brustwarze ihrer Mitspielerin zusammen. Der Dialog:
Darstellerin: „…Is in action yet ?“
Regisseur: “Yes.“
Darstellerin: “Oh.“
Beginn wilden Geschreis. ( 11 Sekunden, pornaccess.com)
2. Submissives Badevergnügen
- Clip: Ein etwa 20 jähriges, sehr jugendlich wirkendes Mädchen, hängt an Armen, Beinen und Brüsten gefesselt kopfüber in der Luft, während ihm mit einem Wasserstrahl das Geschlechtsteil bespritzt wird. Es stöhnt erfreut, während ihm die gebundenen Unterschenkel bereits blau angelaufen sind.
- Clip: Das selbe Mädchen stöhnt, während ihm der Wasserstrahl in den geöffneten Mund gespritzt wird.
- Clip: Das Mädchen quietscht gefesselt unter einer Dusche.
- Clip: Das Mädchen liegt gefesselt und mit einer Klammer auf der Nase in einer Badewanne. Eine Männerhand hält den Kopf über Wasser, und eine Stimme aus dem Off kündigt an, ihn unterzutauchen. Während das Mädchen die Luft anhält, wartet der Mann stattdessen hinterlistig, dass dem Mädchen die Luft ausgeht. Mit einer ruckartigen Bewegung, bringt er es dazu, unwillkürlich auszuatmen, um den Kopf unmittelbar darauf kurze Zeit unter Wasser zu drücken. Als das Mädchen beim Auftauchen befreit aufatmet, gibt der Mann sich leicht amüsiert.
- Clip: Der Kopf wird die üblichen 20 Sekunden, die eine untrainierte Person unter Wasser aushält, untergetaucht.
Es gibt so etwas wie eine hemmungslose Willenlosigkeit, wenn eine Person sich erstmal mit ihrer submissiven Veranlagung abgefunden hat. Die passive, fast stoisch wirkende Bereitschaft, jedes Spiel mitzuspielen und eine gute Figur dabei zu machen, bzw. damit auch noch sein Geld zu verdienen, erzeugt bei mir ein befremdliches Gefühl, auch wenn es ein recht harmloses Spiel gewesen zu sein scheint. (20, 22, 21, 21, 24 Sekunden, waterbondage.com)
3. Emily’s roter Pavian-Hintern
Der Umstand, dass Emily schon einen rot angemalten Hintern hat, während ihr vor dem Prügelakt das Höschen runter gezogen wird, wirkt strengstens desillusionierend auf mich. (14 Sekunden, Emily’s Phone.WMV)
4. Masochistischer Narzismus
Einer auf dem Rücken liegenden kahl geschorenen Masochistin ist an ihren Schamlippen mit vier kreuzförmig eingestochenen Nadeln ein Seil befestigt worden, welches über eine Umlenkrolle mit ihren Füßen verbunden ist. Durch anziehen und strecken der Beine kann die Masochistin so ihren Schmerz im Gleichgewicht halten. Ein Assistent drückt ihre mit Nadeln gepflasterte Brust, während sie stöhnt. Der Assistent wirkt geschäftig und fürsorglich, während sie ihren Masochismus sehr narzistisch auslebt. Im Augenblick des stärksten Schmerzlauts schwenkt expressiv die Kamera um ihre Achse. (47 Sekunden, Amateurslave.com)
5. Amerika
Eine jugendlich wirkende Rothaarige wird von einer blonden Frau nacheinander auf das Geschlechtsteil, auf die Brüste und auf das Gesäß geprügelt. Anschließend stößt die blonde Frau ihr von hinten mit einem an ihren Unterkörper geschnallten Dildo in das Geschlechtsteil. Auffällig ist hierbei das sehr amerikanisch, sehr motiviert wirkende Engagement der Geprügelten bei der Vollziehung des Aktes, als wolle sie sich mit heftigen Hintern- und Beckenbewegungen die Seele aus dem Leib vögeln. Wie heißt es doch so schön amerikanisch? „Es kommt nicht darauf an, was du tust, sondern wie gut du es machst!“ Die Rothaarige redet auch, sie zählt in sehr schön intoniertem Englisch die empfangenen Hiebe auf - von eins bis zehn. Was sie sagt, trägt sie nämlich mit einer ausgebildeten Stimme vor, so als habe sie durchaus ein paar Jahre Schauspielunterricht genossen. Und während sie im tiefsten Brustton ihrer Überzeugung den Satz deklamiert, „Misses, I want tu be fucked“, und die blonde Mitspielerin dabei begeistert aufjuchzt, stellt man sich unwillkürlich vor, wie sie wohl in der Theaterrolle der „Jeanne d’Arc“ oder der „Ophelia“ wirken würde. Aber daraus wird wohl nichts mehr werden. Schade drum! (viermal 21 Sekunden, wippedass.com)
6. Amerikanische Verführung
Eine Frau prügelt einen jungen Mann. Auch hierbei fällt auf, wie die Frau versucht mit engagiert professionellem Einfühlungsvermögen die Wirkung ihrer Handlungen zu antizipieren. Es ist ja ein bekanntes SM-Prinzip, dass der Sadist beim Masochisten die Schmerzwirkung zu steigern versucht, nur um den Schmerz des Masochisten besser mitleiden zu können. So redet die Frau also auf den Mann ein, wie sehr sie es mag, wenn er das richtige Gefühl für ihre Handlungen entwickelt und antizipiert mit verführerischer Stimme und Geste, wie er seine Schmerzreaktionen ausleben möge. SM ist die Inszenierung des Mitgefühls, und eben als solche folgt sie einem pornographischen Prinzip gleichermaßen.
Sie glauben mir nicht? Sadisten sind nicht nur rohe Gesellen, sondern in den Masochismus ihrer Partner verliebte rohe Gesellen. (viermal 22 Sekunden, men in pain.com)
7. Maschinenpark
Ein Ausdruck besonderer amerikanischer Professionalität ist der materielle Aufwand, mit dem die Film-Requisite ausgestattet wird. So wird in einigen Pornofilmen eine Vielzahl nach Heimwerkerart gebastelter bizarrer Apparaturen eingesetzt; z.B. eine Maschine mit rotierendem Kunstpenis, eine andere mit motorbetriebenem vor- und zurückschnellendem Dildo. Und weil sich die Investition amortisieren muss, sieht man eine nahezu unendliche Parade schmerzverzerrt in die Kameralinse blickender Objekte, die sich nacheinander in diese Maschinen spannen lassen. Die negative Seite dieser Professionalität, dem Sensationsbedürfnis des Publikums um jeden Preis immer neue Nahrung geben zu müssen, ist ein obszön wirkender Triumphalismus, mit dem die Körper immer bizarrer verrenkt, gefesselt, penetriert und auseinander gezogen werden. Scheinbar knochenlosen Gummimännchen kann man durch ihre extrem geweiteten Körperöffnungen bis in die inneren Organe blicken, als wärs ein Kunstfilm von Pipilotti Rist. Und um zu zeigen, dass das alles nicht gar zu ernst gemeint ist, sieht man im Anschluss an die Torturen die erschöpften Darsteller tapfer lächelnd neben ihren Peinigern im ‚small talk’ vertieft. Zumindest kann man da froh zur Kenntnis nehmen, dass alle Köperteile wieder wohlproportioniert an ihrem adäquaten Platz versammelt sind; es wurde kein Teil, kein Organ, in der Maschine zurückgelassen. (25, 20, 22, 26, 26 Sekunden, und andere Filme, hogtied.com)
8. Staubwischen
Natürlich gibt es auch das unglaubwürdige Gegenteil der Sensationsdarstellung, die lieblose Inszenierung von Schwachheiten, z.B. wenn eine grimmig dreinblickende Person mit einem Instrument, das wie ein überdimensionierter Staubwedel aussieht, über ein angstschreiendes Opfer wischt, als solle es beim Staubwischen bestialisch geschlachtet werden. Natürlich ist es angemessen, dass ein nicht besonders masochistisch veranlagter Pornodarsteller keine übermäßigen Leiden über sich ergehen lassen muss, aber muss deswegen das Publikum leiden? (Wegen der Vielzahl dieser Staubwedelfilme will ich hier keinen besonders hervorheben.)
9. Sportsmen
Das englische SM-Klischee erfordert Tapferkeit bis zu Umfallen. Geschlagen wird mit einem biegsamen Rohrstock, der pfeifend durch die Luft fährt, bevor er knallend auf seinem Körperziel landet. Die Kamera fährt auf die Stellen, wo die Striemen als gerötete Verdickungen sich plastisch vom Rest des Hinterteils abheben. Der Schläger achtet sorgfältig darauf, stets dieselbe Stelle zu treffen, wodurch der staunende Rezipient in der Nahsicht beobachten kann, wie nach jedem neuen Schlag die sich farblich abhebende Verdickung ein wenig weiter hervorquillt. Tapferkeit vor der Kamera ist Ehrensache, unangemessene Lautreaktionen werden geschluckt, und zuviel Hampelei gilt als unschicklich. Ein wenig geweint werden darf erst, wenn das Monster den Raum verlassen hat. ‚Realismus pur’ lässt uns an die segensreiche Erfindung der Lokalanästhesie glauben, obwohl trotzdem eher zweifelhaft erscheint, ob der Held oder die Heldin über Tage danach in der Lage sein könnten, schmerzfrei eine adäquate Sitzhaltung einzunehmen. (dreimal 25 Sekunden, sit-spanking.com)
10. Schönheit und Kunst
- Clip: Eine gefesselte und geknebelte junge Frau sitzt auf einer Art Schaukelstuhl, an dem ein Kunstpenis befestigt ist, der mit jeder nach vorne gerichteten Schaukelbewegung in die geöffnete Scheide stößt. Währenddessen wird die Frau von einem Elektroschocker in den Hintern gepiekt.
- Clip: Dieselbe Person ist, auf dem Rücken liegend, an Händen und Füßen an eine Stange gekettet, die, an der Decke mit einer Kette befestigt, einen Meter über dem Boden in der Luft hängt. Eine andere Frau masturbiert die Angekettete mit einem Dildo und hält einen Vibrator an ihre Klitoris. Die Person schreit in Großaufnahme.
- Clip: Die Person wird an einer Wand mit weiteren, teils unspezifizierten, elektrischen Geräten an den Brüsten und am Geschlechtsteil malträtiert. Die gefesselte Person schreit in Großaufnahme, während eine andere Frau sie auf die Wange küsst und versucht ihr den Mund zuzuhalten.
- Clip: Großaufnahme erst des schreienden Kopfes, dann des Geschlechtsteils mit undefinierbarem Gerät und schließlich in Ganzkörperansicht an der Wand.
- Clip: Bearbeitung des Geschlechtsteils mit einem Vibrator.
- Clip: Der Elektroschocker piekt wieder in den Hintern. Neue Szene: die Person sitzt bekleidet und lächelnd zwischen den elektrischen Utensilien und sagt etwas Freundliches.
Manchen Darstellern sieht man an, sie wurden wegen ihrer Jugend und ihres hübschen Gesichts ausgewählt. Die bemühte Darstellerin, die immerhin weiß, dass sie ihren Mund öffnen muss, sondert irgendwelche Quiek- oder Grunzlaute ab, während ihre Physiognomie zu verunglücken beginnt. Aus der Nahperspektive springt sie jedermann unverzüglich als Fehlbesetzung ins Auge, während man sich resignierend an ihren makellosen weißen Zähnen erfreut. Verkauft wird eben keine Schönheit und kein Sex, sondern eine Spiegelung davon, die sich erst in unserer Vorstellung zu einem nachvollziehbaren Ergebnis zusammensetzt. Das Ergebnis ist keine Kunst, aber ein Kunstprodukt, das misslingen kann. (sechsmal 22 Sekunden, wiredpussy.com)
11. Experten-Hemisphäre
„Ich bin eine dumme kleine Hure“, flüstert die an Händen gefesselte Person, während ein schwarz gekleideter Mann ihr mit der Hand auf den Hintern schlägt.
Sagt die sich verbal demütigende Person damit etwas Zutreffendes über sich selbst aus, wenn sie auf diese Weise ihre Huren-Rolle spielt? Eine Pornodarstellerin macht Sex gegen Bezahlung, sie macht Sex auf Anweisung, unter Fremdregie (wie übrigens passive Masochisten es auch gerne tun), trotzdem wird sie sich weit weniger als Außenseiterin der Gesellschaft verstehen, als eine Hure dies in vergangenen Zeiten tat. Der Mythos der Hure als Verfemte der Gesellschaft beruht auf der für die einstige bürgerliche Ordnung gesellschaftsschädlichen Eigenschaft des Prostitutionswesens, gegen Geld mit Jedermann Sex zu machen. Der verheiratete Mann ging fremd an einem abgesonderten Ort, damit er innerhalb des normalen gesellschaftlichen Lebens ungestört die Fassade des bürgerlichen Ehegatten aufrecht erhalten konnte. Der Hurenbetrieb und das bürgerliche Leben bedurften der erzwungenen gesellschaftlichen Trennung. Die Pornodarsteller hingegen betreiben Sex unter Profis; das ist etwas prinzipiell anderes, denn die bürgerliche Gesellschaft unterhält allenfalls eine Guckkastenbeziehung zu der von ihr getrennten Sphäre, sie schaut hinein, ohne Teil der Szene zu sein. So betrachtet, stellt das pornographische Gewerbe ein Spezialistentum der Fachleute dar, die innerhalb einer geschlossenen Experten-Hemisphäre agieren. (20 Sekunden, hogtied.com)
12. Erziehungsspiel
- Clip: Ein nacktes, halbwüchsig wirkendes schwarzhaariges Mädchen beugt sich über ein lächerliches Tischmöbel, auf dem früher eine altmodische Nähmaschine montiert war, und das unter seiner Tischfläche ein nunmehr funktionsloses Tretrad, das einmal ein Nähmaschinenantrieb war, beherbergt.
Ein Mann mit Lederriemen in der Hand legt vor dem Mädchen ein Papier auf die Tischoberfläche. Er ist mit ihrer Schularbeit nicht einverstanden und lechzt nach Bestrafung. Als dann der erste Schlag fällt, verrückt die Delinquentin in einer unwillkürlichen Abwehrbewegung polternd den lächerlichen Tisch und verlässt etwas irritiert ihre gebeugte Position.
- Clip: Das schwarzhaarige Mädchen beugt sich zum zweiten Mal über den Tisch, nunmehr aber unter dem Aspekt, als habe es seine Unbefangenheit verloren. Seine Bewegungen wirken unsicherer und reflexhafter.
- Clip: Das schwarzhaarige Mädchen erhält unter verhaltenem Protest auf seine ungeschickt ausgestreckten Hände weitere Schläge mit dem Lederriemen.
- Clip: Das Mädchen dreht sich aufforderungsgemäß um und beugt sich unwillig und zaghaft vor, um weiter auf den Hintern geprügelt zu werden.
- Clip: Das Mädchen wird weitergeprügelt und sucht sich unter den Schlägen zu ducken.
- Clip: Am Ende sitzt es hinter dem lächerlichen Tisch und wird ein letztes Mal auf seine Hände geschlagen, bevor der Mann vor ihr den Aufgabenzettel zerreißt.
Die dümmlich anmutende Story bedient das vordergründige Klischee: renitente Schulversagerin wird für ihre schlechte Schulleistung bestraft.
Was wir aber wirklich sehen, ist eine anmutige und völlig ungekünstelt wirkende schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin, die niemand auf dieser Qualitätsebene vorher vermutet hätte.
Das erste, was mir an der Schwarzhaarigen auffällt, ist die vollkommen adäquate Verkörperung einer pubertierenden Halbwüchsigen, während sie sich in der ersten Szene fast unbeteiligt wirkend über den Tisch beugt. Dann bringt sie es fertig, in Durchbrechung der Regieanweisung völlig unbefangen und neugierig in die Kamera zu schauen. In einer anderen Szene dreht sie hingegen konsequent und dreist ihr Gesicht von der Kamera weg, als wäre ihr egal, dem Zuschauer dabei etwas vorzuenthalten. Und das unbefangene Spiel mit der Realität geht so weiter. Wenn sie dem schlagenden Mann zuhört, so tut sie das grundsätzlich teilnahmslos, so als wäre ohnehin in jedem Fall klar, dass er inhaltlich nichts zu sagen habe. Alle Gesten sind sparsam und sorgsam zwischen Abwehr, Empörung und Folgsamkeit austariert. Sie ist stets auf dem Sprung, jedem Schlag auszuweichen, und insoweit sie tut, was ihr geboten scheint, so voller Ungeschicklichkeit und innerer Abwehr. Einmal protestiert sie leise, so als habe ihr Mitspieler im Spiel eine Grenze überschritten und etwas zu intensiv auf ihre ungeschickt ausgestreckte Hand gehauen. Sie weiß sich in jeder Situation gestisch nonverbal zu benehmen, sie weiß, wann man sich versteift, wann man seine Arme über den Körper kreuzt und wann man sich wegduckt. Kurz um, sie weiß alles oder genauer gesagt, sie verkörpert es auf natürliche Weise. Sie weint nicht, sie unterdrückt jede Träne und atmet tief durch, wo Fügsamkeit in das Unvermeidliche geraten erscheint. Ganz selten übertreibt sie den Rehblick, wenn sie Mitleid heischend, den Kopf gesenkt, ihre Augenlider hebt.
Ihr schauspielerischer Ansatz ist, eine kluge, halbwüchsige und renitent eigenwillige Schülerin zu sein, die sich nie unterkriegen lässt und während des Erziehungsspiels sich völlig unmasochistisch verhält.
Das Mädchen ist ein Schauspielertalent, wahrscheinlich ein völlig naturwüchsiges; es bringt seine Rolle rüber als hätte es ihr ein begabter Autor auf den Leib geschrieben. Tatsächlich aber kann von einem nennenswerten Drehbuch überhaupt keine Rede sein.
Weil das Mädchen gut ist, ist übrigens auch ihr Spielpartner gut. Als dieser beschlossen hat, dem Spiel ein Ende zu machen und in einer theatralischen Geste das Aufgabenpapier der Schülerin zerreißt, verschwindet in einer flutschenden Bewegung augenblicklich die vorher so widerstrebend gehorsam ausgestreckte Hand unter dem Tisch.
Den ersten Vorschauclips dieser Serie wurden ein paar Tage später vier weitere nachgereicht und später noch eine Fotoserie, die allerdings misslang, da auf ihr das Mädchen durchgehend wie ein hässliches Entchen aussieht. Das Mädchen ist nämlich kein Modell und keine Schönheit, es beeindruckt allein in der Bewegung.
Wie man gesehen hat, können auch Pornoseiten einen angenehm überraschen. Nicht jede Pornodarstellerin braucht sich vor ihren Leistungen zu verstecken, und davon zu schreiben, hat sich ausnahmsweise mal gelohnt. (sechsmal 25 Sekunden, girls-boarding-school.com)
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