Gabriel Steinbach

März 28, 2008

Looserblog des Tages

Gespeichert unter: www.log.file — Schlagworte: , , , , , , , , — gabrielstagebuch @ 4:29 Uhr nachmittags

marketingblog

Tolle Überschrift? Dachte ich auch, leider stecken dahinter mal wieder Menschen die Null Ahnung haben so z.B. Praktikanten oder überbezahlten Nichtskönnern mit einem zweifelhaften Geschmack, der die Grenzen jeglichem estätischen Empfindens neuen dimensionalen Raum verleiht … und so etwas nennt sich Marketing-blog oder so. Der Name will sich Partout nicht in meinen Kopf brennen. Das, dass Web zu 68,0% aus Scheiße besteht wissen wir ja, dass fast Niemand dazu beiträgt es wenigsten ertragbar zu machen denken wir uns im Moment einfach mal, denn… wir haben hier ein Beispiel göttlichen Designs, mit einer unvergleichlich guten Portion Webseitenprogrammierung und einem Thema das bei weitem keines Gegners würdig erwiesen werden muss. Schön wäre es, ist´s aber nicht. Die Realität spricht leider einen anderen Dialekt den ich hier mit meinen bescheidenen Sinn für Webdesign und Grafikgestaltung übersetzen möchte. Ich muss natürlich nicht wiederholen dass ich kein Blog-Papst bin oder ich damit auch nur einen verdammten Pfennig… Pfennig? WZF? Leider, denn ich muss Euch kurz mit in das Jahr 1996 entführen. Eine Subraumspalte bitte. Danke.

„Hier spricht Ihr Kapitän der SS Enterprise. Bitte schnallen sie sich an, Stellen Sie das Koksen ein und hören Sie auf ihrem Vordernachbarn den Eichelkäse in die Haare zu schmieren. Wenn ich hierfür Geld bekommen würde, könnte ich Ihnen einen Guten Flug wünschen, ist aber leider eingespart worden da die Marketing-Abteilung einen Etat-Zuschuß bekommen hat der vernünftig und gekonnte eingesetzt wurde.“

1.
Das Logo ist so kreativ wie Aids, Krebs oder die Texte vom Bild-blog.de. Woher kommen die bitte? Google Bildsuche? 150.00 Paket Jpg-Sammlung auf CD bei Kick? Ne, mal im Ernst, was soll dieses Logo ausdrücken. Ich kann wenn, Sie es möchten mal meinen Gedankengang in kurzen Stichpunkten darstellen. Sie wollen doch schon immer mal in meinen Kopf schauen. Oder etwa nicht? 1996 hätte ich es Ihnen sogar mit Vergnügen gesagt, aber leider nicht 2006, denn in diesem Jahr verbinde ich mit Ihrem Logo eine sehr negative Assoziation*.

Assoziationskette:

Logo. Strichcode, Registrierung, Abzocke, Geld, Stricher, Marketing, blog, Strichcode, Überwachung, Stasi, CCC, Überwachungsstaat, Marketingstaat, Spam, Trojaner, Google, Stasi 2.0, virales Marketing, Designopfer, Designstudenten, Spinner, Googlebildsuche, Bildrechtrechte, **, Strichercode, Stricherblog, viraler Stricher Marketing blog 2.0, Blogeintrag, Hass, Screenshot. [ ** Namen einer Kochbuchbesitzerin den ich nicht nennen will, da es mir unnötige Arbeit erspart.]

Hier habe hier nur die ersten relevanten zehn Sekunden genannt, da ich mich danach auf den nächsten Punkt konzentriert hatte. Ich glaube aber nicht dass Sie liebe Herren vom MB damit gerechnet haben. Ich aber. Das hat zum einen mit Ihrer bescheidenen Arbeit zu tun, zum anderen mit dem komplexen menschlichen Gehirn. 1996 hätte dieses Logo wahrscheinlich nicht viel aufsehen erregt geschweige denn jemanden gestört, da wir aber 2006 von den Medien mit Meinungen zugemüllt werden deren Thematiken sich aus: Datenkraken, Google, Überwachungsaat, Bundestrojaner, Datenschutz usw. bestehen ist ein Strichcode eine andere Metapher für Daten. Meine Daten. Meinen persönlichen Daten. Da Sie gleich Ihre Blog Url eingearbeitet haben ist für mich auch gleich der Verantwortliche gefunden oder um es in einen Satz auszudrücken. Ihr Blog möchte meine persönlichen Daten haben um sie zu speichern. Das ist natürlich völliger quatsch. Ok, vielleicht wollen sie mir etwas verkaufen, aber meine Daten speichern um besser Marketingkampagnen auf mich, die noch nicht etablierte Zielgruppe, abstimmen zu können. Nie im Leben. Schon vergessen? 1996. Da hätte das noch mit mir funktionieren können. Heute im Jahre 2006 bin ich sensilibilisiert, ich möchte glatt behaupten. Aufgeklärt. Ich weiss also bescheid, kann mir schon denken woher der Wind weht, denn „Sie sind im Moment ein weiterer trojanischer Datenkraken-Marketingspam-blog den ich über eine Stasi 2.0 Suchmaschine gefunden habe, und da ich Intelligent bin muss ich hier meine persönlichen Daten schützen und diesen Blog so schnell wie möglich verlassen“. Da ich als Konsument unterbewusst sehr viele Schlagwörter speicher die ich in der Vergangenheit irgendwo gelesen habe. Diese setzen sich zu neuen Wortkombinationen zusammen und bilden eine Meinung ein die gar nichts mit dem tatsächlichen Inhalt ihres Ihrem Blog zu tun hat. die Das meinte ich mit einer negativen Aussage der Ihrem Projekt einen sehr schlechten Einstieg vermittelt und gleich weitergetragen wird. Die Blog-Url wurde nur in kleinen Buchstaben geschrieben was mir die Lesbarkeit erschwert und ist mit Vierzehn Buchstaben zu lang, des weiteren gebe ich ungerne Sonderzeichen ein da ich als Standart Internetbenutzer ziemlich lange brauche um den Bindestrich auf meiner Tastatur finde. Das zu Punkt eins.

2.
Guten Tag. Guten Tag. Was auf den ersten Blick sehr gut gemeint wurde geht leider nach hinten los. Die ersten Fragen die ich mir stellte waren: Sind die Blöd oder können die nicht schreiben? Halten die mich für Blöd dass die mir alles doppelt sagen müssen? Meiner Meinung nach hätte es einmal gereicht. Das wäre nett und höflich rüber gekommen und hätte mir gezeigt das Sie versuchen die Stimmung beim lesen zu entspannen. Mal nebenbei wissen das selbst Kategorie C Blogger in der Blogosphäre.

3.
Die zweite Headline ist nicht nur mit größter Sorgfalt so klein gesetzt worden das sie in der Menge der Informationen untergeht sondern bietet auch nichts was mir irgendetwas vernünftiges mitteilen würde, weder worauf sich die Aussage bezieht. Man hätte noch mal die Bezeichnung des Blogs setzen können und welches Thema er behandelt z.B Marketing Blog – der zweite Logo Wettbewerb. Man sieht sofort das es um Design und einem Wettbewerb gibt und was noch wichtiger ist man kann etwas gewinnen, sich Kreativ entfalten oder sich darstellen. Meine Bedürfnispyramide wäre angefüttert worden und hätte mich zum weiter lesen oder Artikel raussuchen überredet. Würde mich das Thema nicht interessieren könnte ich schnell die Seite verlassen und mich anderen Informationsportalen widmen, denn es gibt nichts was User mehr hassen als sich dumm und dusselig zu suchen oder verarscht zu werden. Ganz schlechtes Karma.

4.
Eine personifizierte Google Suchmaschine. Ähäm? Kann man Ihren Blog nicht Intern nach Artikeln durchsuchen? Haben sie keine Geld oder keine Lust eine Suchmaschine zu programmieren? Ah! Ich kenne die Antwort. Sie wollen das ich Seiten besuche die in Ihrem Index stehen also wenn ich also Infos suche bevorzugt Suchergebnisse auf Seiten in Ihrem Netzerk angezeigt werden, die irgendetwas mit Ihnen zu tun haben. Was könnte das bloß sein?
Wie Sie sehen bin ich eher paranoider Natur was mit der Erfahrung im Internet zu Grunde liegt das man an jeder Ecke im Netz verarscht, abgezogen oder sein hart erarbeitetes Geld betrogen wird. Wenn Sie schon [ Warum auch immer? Im Netz gibt es an jeder Ecke welche.] eine externe Suchmaschine auf ihre Seite packen wollen machen Sie es doch professionell. Ich gebe Ihnen auch gleich ein paar gute Gründe mit auf den Weg. Sie investieren erst einmal in eine Open Source Suchmaschine die kostet nämlich nichts. Klar sie müssen sich erst einmal erkundigen. Ein bis zwei Tage sollten reichen um sich schlau zu machen und ein geeignetes Datenpaket zu finden, wenn aber einer Ihrer Mitarbeiter/innen so dermaßen unfähig sein sollte http://Google.de in einen Browser ein zu geben, sollten Sie lieber auf klassische Werbung zurückgreifen, denn meiner Meinung nach sollte man es vermeiden so lange wie möglich auf einer Trendwelle zu schwimmen. Die anderen User sind zwar auch nett, aber Hey! Es sind keine Stammkunden und nur harte Zahlen zählen. zurück zur Suche. Wenn sie ein passendes Datenpaket gefunden haben müssen sie noch eine weitere Minute für den download Investieren und noch zwei weitere um diese Zu installieren. Kosten bisher keine, wenn man die Minimalstromkosten der einfach halt halber weglässt. Als nächstes brauchen Sie einen Praktikanten den sie höchsten für zwei Wochen einstellen und dann ohne Bezahlung aber einer Bescheinigung wieder an die frische Luft setzen. Wie? Ich höre Protestierende Stimmen? Entschuldigen Sie bitte, meine Damen und Herren das ist knallharter Kapitalismus, also Ausbeutung und Maximierung der Gewinne auf Kosten anderer. Entweder ganz oder gar nicht. Dieser Schüler, der leider das Pech hatte an Ihre Firma, Agentur was auch immer zu geraten füttert nun den Suchmaschinenindex mit Ihren Seiten + 2000 Allgemeinen Webangeboten oder Informationsträgern. Stimmen sie es ein bisschen auf die Zielgruppe ab. Fertig. Ein Normaluser bekommt zu geschätzten 90% gar nicht mit dass Ihre Seiten besser als in einer Normalen Suchmaschine gelistet sind. Außerdem ist eine personifizierte Google-Suche schon gut, aber leider nicht gut genug. Klar Sie ist schon die derzeit beliebteste Suchmaschine im Netz, aber was ist mit den anderen. Yahoo, Lycos, Web.de usw. deren Stammuser werden Sie nicht erreichen und die User werden nur wieder willig zu einem anderen Anbieter gehen wollen. Schaffen sie Neutralität oder besser noch schaffe Sie eine eigene Suche. Ist zwar gelogen. Pfft. Ich bitte Sie das Thema hatten wir schon oben. Ist auch nicht weiter schwierig. Kurz ein Name ausgedacht, Logo und Banner mit Photoshop erstellt, eingefügt fertig. Warum? User sehen meistens nicht hinter die Seiten wenn sie, wie in Ihrem Fall, den Blog besuchen aber sie haben Vorstellungen. Wenn Sie also eine Suche einfügen Stellen sich viele Menschen vor wie viel Arbeit das gekostet haben muss, also kommen sie zum Schluss das Sie daraus dass kräftig in Technik und Administratoren, Programmierer usw. Investiert haben und wo viel investiert wird, kommt mehr zurück. Da läuft ein dickes Ding. Das sind Profis! Oder mindestens kennen Profis die Sie bezahlen können. Das ist verdammte Scheiße noch mal Professionell. Schaffen sie ein positives Image. So denken Massen. Eine Googel Suche dagegen kommt dagegen Unprofessionell und billig rüber. Aha! Da wird Geld eingespart. Oh Gott! das kann ja sogar mein zwölfjähriger Sohn besser, ist bestimmt ein Bettelprojekt. Usw. Auch so denken die Massen. Zu der Suchergebnisseite sage ich einfach mal nichts, wer so unprofessionell ist hat es nicht anders verdient.

5.
Zurück in die Zukunft. Wir schreiben das Jahr 2006*. Jedenfalls war dieser Blog Preisträger von einem Träger den erstens keine Sau kennt und zweitens wahrscheinlich von Ihrer eigenen Firma gesponsert wurde. Das ist mein erster Eindruck. Mein zweiter: Armselig bis Minderwertig. Sie schmücken sich mit Blumen die schon lange verwelkt sind, denn es sollte Ihnen schon aufgefallen sein das wir dass Jahr 2008 schreiben. So etwas kommt höchstens in einem Begleittext ganz bescheiden. Ganz klein und nicht auf die Hauptseite. Lassen sie es in Ihrer Blog-beschreibung einließen. Damit zeigen sie dass sie es mal gar nicht Nötig haben sich mit Preisen zu profilieren aber es auch nicht verheimlichen wollen. Ehrlich und bescheiden. Das mögen Menschen. Warum? Es sind wieder positive Eigenschaften. Außerdem sollte eine Seite die verlinkt werden auch laden oder wollen Sie uns etwas verheimlichen? Nur so als Frage.

6.
Geballte Kompetenz. Hätte funktionieren können, aber… XING. Ich bitte Sie. Wissen sie was ich habe Freunde auf Myspace und wenn ich mal kurz meine eigene Suchmaschine befrage finde ich auch die Adresse von Angela Merkel. Privat. Wenn Sie unbedingt prollen müssen machen sie es mit Stil. Das ist Peinlich. Professionelle Kompetenz, hätte es auch als Bezeichnung getan, außerdem sollte der Chef mindestens eine eigene Seite im Blog bekommen damit eine persönliche Beziehung aufgebaut werden kann, geben Sie ihrem Namen einem Gesicht, eine Story die von Erfolg und Erlebnissen handelt und nicht schon wieder einen Fremdanbieter. Sich einen Account zu machen dauert nur zwo Minuten. Ach, Sie meinen mit Ihren Freunden angeben zu müssen die ich nicht haben würde weil mich niemand kennt. Kein Problem. Es gibt mehrere Lösungen die zwar höchst Kriminelle sind und deshalb hier nicht beschrieben werden dürfen, aber auch legale Möglichkeiten sind vorhanden. Das kann jeder und alles was jeder kann ist irgendwie nicht interessant. Wobei dagegen ein Acc bei asmallworld schon wieder was hat. Elitärer Kreis sie verstehen? Sie haben keine Gewalt darüber wann oder wie sie aufgenommen werden. Sie zeigen somit das Sie einer Gruppierung angehören die der Meinung sind, sie aus welchem Grund auch immer, mit Ihnen befreundet sein zu müssen. Das ist Cool, das rockt. Alles andere ist Kindergarten und da stand ich auch mal in der Liste der Mitglieder und hatte viele Freunde.

7.
Da ich keine Lust auf weitere Erklärungen habe alles doppelt und Dreifach zu sagen, hier die Punkte von 7-11 Wiederholungen. 7. Aktuell Gut. Neuigkeiten sollte man schon zu bieten haben aber leider fehlen die Headlines in Fett. 8. Fremdanbieter. Wurde schon mehrfach genannt. Bei 9. Haben Sie zwar eine Headline MBBDBWBSZZMDSBL aber da war der Texter anscheinend besoffen. 10. Google Adsense Werbung., Wenn Sie schon unbedingt jeden Cent brauchen schicken Sie den Grafikdesigner auf den Strich am Bahnhof, denn glauben Sie mir das bringt VIEL mehr im Monat oder können Sie sich nicht selber Vermarkten? Darin geht es doch in Ihrem Blog, oder? 11. Das Menü ist zu klein, es fehlen Punkte oder Trennungen die die Lesbarkeit erhöhen.

Fazit:
Schmeißen Sie die Verantwortlichen raus und lassen Sie Menschen dran die das können denn das was sie da abliefern und mit Posaun und Tamtam präsentieren lohnt sich noch nicht einmal als Bildschirmschoner. Zwei Punkte sind mir positiv aufgefallen. Sie haben mich daran erinnert wo der Fenster Schließen Button beim Browser ist und das Sie es trotzdem geschafft haben das ein Mensch über Sie steigert und somit den Bekanntheitsgrades Ihres Patchwork-Blogs schreibt. Kosten? Keine. Denn auch negative Werbung ist und bleibt immer noch Werbung.

Bitte. Danke. Guten Tag.

Gabriel Steinbach

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