Monoton und Minimal…
meine Welt ist ganz Total. Welle Erdball. Es gibt nichts besseres um sich auf eine Party vorzubereiten. um zu entspannen. Wir sind von einem Freund hierhin eingeladen worden. Alles auf Kosten des Hauses und obwohl ich ein wenig müde bin konnte ich nicht Nein sagen. Den heutigen Tag hinter sich lassen und mal schauen was daraus wird. Habe angefangen den Artikel für den SL Reiseführer zu schreiben. Geht gut von der Hand. Liegt warscheinlich daran das mich das Thema wirklich interessiert und kein langweiliger Ghostwriter Auftrag ist. Geld ist Ok aber Spaß bei der Sache haben noch viel schöner. Danke Doc dein Rezept schlägt gut an. Zigaretten liegen im Kettenmodus und die letzte Reservecoke neigte sich vor einigen Minuten dem Ende. Habe Glitzerkram von meiner Freundin bekommen. Sieht aus wie eine Gebetskette, wird auch so getragen. Nur pinke Herzen lassen was anderes vermuten. Hängt irgendwie an meiner linken Hand rum. Eher an dem Mittel und Ringfinger. Hmmm. Geht sogar mit dem schreiben. Geekgirl mutiert gerade zu Styleschminkqueen. Yessss. Sorry komme gleich wieder, muss Ihr gerade beim anziehen der Lackhighheels helfen. So. Fertig. Sollte eure Freundin mal in der Stadt nach besonderen Schuhen fragen. Kauft sie. Nicht auf den Preis schauen. Sich lieber auf die neidischen Blicke der anderen Frauen und Kerls in der Diskothek freuen. Das macht es wieder wett. Gerade stimmt der Laptop Panzermensch an. Warum schreibe ich eigentlich? Langweile? Zeitüberbrückung? Wenn ich mir den Text anschaue denke ich an meine erstes Mixtape. Unbeholfen aber irgendwie Trashig. Eine weitere Zigarette rundet die Sache ab. Ein Gedankenmenü. Vergangenheiten sollten da liegen bleiben wo sie hingehören. In die Zukunft eines anderen Menschen. Copy&Paste. Bitte warten. Ihr Vorgang wird bearbeitet. Habe die Hälfte des Tages damit verbracht aus meinen Fenster den vorbeifahrenden Güterzügen nachzuschauen. Ich liebe das Geräusch von Metall auf Metall. Mixtape. Ich werde es ein Sommermärchen nennen, denn ich vermisse die warmen Strahlen die leise über meine Haut streicheln, mich zärtlich küssen, mir Geborgenheit schenken. Jahresanfänge sind einleitend. Ohne besondere Vorkommnisse. Sie ziehen an einem vorüber, sagen kurz Hallo und verschwinden wieder. ich trauere Ihnen nicht nach, vergieße keine Träne. Die spare ich mir für die lauen Sommernächte auf, wenn der Mantel der Nacht sich über die Stadt legt und alles in ein geheimnisvolles dunkel legt und nur noch die Sterne einem zuschauen wie man das letzte Blatt Papier mit Gedanken vollkritzelt. Kurze Sätze. Seelenfragmente. Zusammenhangslos. Vermischen. Wieder zerreissen. Zusammensetzen. Menschen beobachten mich dabei wie ich mein Innerstes in das weltweite Datennetz auskotze. Unbekannte Beobachter schwimmen in meiner Welt. Ich schenke Ihnen alles was ich entbehren kann. Das warme Wasser meiner Seele. Das Abendrot meiner Gedanken. Rettungsring liegt anbei, sollte aber nicht gebraucht werden denn die See ist heute ruhig. Wir dümpeln vor uns hin, lassen uns treiben. Halten unseren Zeigefinger in den alles umfassenden Spiegel und verzerren unser eigenes Bild. Nach einigen Minuten ist alles wie vorher. Nur wenig Zeit bleibt um uns bei der eigenen Metamorphose zu beobachten. Was bleibt sind Erinnerungen und auch die verschwimmen irgendwann im Zeitstrom des endlichen Universums. Wie ein Mixtape das in einer Diskothek liegengelassen wird um vielleicht von irgendjemanden gefunden zu werden. Es werden alte Teile neu überspielt. Ein mixRE:mixtape. Wie eine musikalische Patchworkfamilie. Eingeheiratet. Geschieden. Verstorben und wiederbelebt wie der Phönix aus der Asche der sich in einer wiederholenden Wiedergeburt erhebt um einen neuen Tag anzukündigen. Ich blinzel in die ersten Sonnenstrahlen. Mein Körper schaukelt im Wind. Möven begleiten meine Reise versorgen mich mit neuen Informationen, lästern über die fliegenden Fische die sich wie Ikarus gen Sonne erheben wollen um nach kurzer Zeit wieder in die tiefblauen Wellen der Realität hinabgesaugt werden. Immer und immer wieder. Wiederholungen verfangen sich in Wiederholungen. Ich drehe mich auf die Seite, fühle das nasse Holz. Streichel es, beobachte wie sich einzelne Tropfen an meinen Finger festhalten. Ich trenne mich von Ihnen und hoffe Innerlich das sie mir für diesen abrupten Stimmungswechsel verzeihen mögen. Mein Körper erhebt sich wie einst der erste Mensch um zum missverstandenen Sapiens zu erwachen. Der Horizont erstreckt sich in einer Schnurrgeraden. Punkt A. Endlosigkeit. Punkt B. soweit das Auge reicht. Leise naht das Ende. Wird lauter. Bedrohlicher. Gischt benetzt mein Gesicht und perlt an meiner Sonnengeröteten Haut ab. Melancholisch erahne ich den nahenden Rand einer Welt die sich für mich als zu klein herausgestellt hat. Zum letzten mal in diesem Leben sehe ich in den azurblauen Himmel um loszulassen. Endlich los zu lassen. Ich Steige. Weiter. Immer weiter. Die fliegenden Fische folgen mir. Befreit von allem Sein im Haben. Versammeln sich unter meinem Körper der wie eine Feder im Wind hin und hergespielt wird. Gemeinsam steigen wir wieder. Langsam aber beständig. Gewinnen an Höhe. Passieren den Rand der alle Hoffnungen in die Unendlichkeit verschlingt. Steigen immer höher um Ikarus einen Höflichkeitsbesuch zu erstatten. Wir wollten fragen wie es ihm in seiner neuen Heimat ergeht und wenn wir Glück haben lässt er eine Nachricht für Euch da. Mixtape. ich werde es ein Sommermärchen nennen.
Gabriel Steinbach





“Menschen beobachten mich dabei wie ich mein Innerstes in das weltweite Datennetz auskotze.”
freeeeeeeeeeaaaaaaakk
Kommentar von kevkev — Januar 27, 2008 @ 1:24 Uhr nachmittags
Yeassssssssssssss er hat mich freak genannt.
Kommentar von gabrielstagebuch — Januar 27, 2008 @ 4:59 Uhr nachmittags